Aprilwetter
mit Hagel, viel Regen und Orkanwindstärken, ein
Tiefdruckgebiet folgte dem anderen, das ließ nicht
allzuviel Gutes erwarten. Das Wetter und die vielen
Holz-Fahrten mit Trecker und Anhänger hatten den Boden
unten am Kiesteich stellenweise so aufgeweicht, dass sogar
sicherheitshalber ein kleiner Bereich abgesperrt werden
musste. Mit dem Westwind im Rücken trugen ungeachtet
dessen die Dorfkinder fröhlich das Feuer mit Fackeln heran
und konnten es kaum erwarten, das Osterfeuer zu entzünden.
Endlich kam das ersehnte Kommando des Ortsbrandmeisters
und zahlreiche Fackeln flogen auf das rund um das
gesammelte Holz herum verteilte Stroh. Schon deutlich vor
Sieben loderten die Flammen weit hoch, dem ersten Vollmond
im Frühling entgegen. Der Wind blies den Rauch vom Dorf
weg, aber auch von den Menschen, die sich beim Feuer
versammelt hatten oder geduldig für Bratwurst oder Pommes
Schlange standen. Am Teichufer saßen Mütter um den
Feuerkorb herum und lehrten ihre Kinder Geduld beim
Stockbrotbacken, einer gut angenommenen Initiative der
Jugendfeuerwehr, bis der Teig am Teich ausging. Ein großer
Korb mit bemalten Eiern lud neben dem Verzehr zu einer
Spende für die Kinderfeuerwehr ein. Auf dem Weg begegneten
noch einige Nachzügler den Familien mit Kindern - wegen
des gefühlt doch recht kühlen Wetters hielten viele
Besucher es nicht länger als 2 Stunden aus. So gingen in
diesem Jahr sowohl die allgemeine Begeisterung als auch
das Licht etwas früher aus als sonst (im Dixi-Klo oben am
Waggumer Weg verlosch es plötzlich überraschend). Denn
während unter dem Pavillondach ein harter Kern sich noch
an den Getränken festhielt, wurde der Moppel
(Stromerzeuger) gemäß Vorankündigung heruntergefahren und
mit den nicht verzehrten Vorräten im Container verstaut.
Das fahle Licht des freundlichen Vollmonds reichte ja für
den Nachhauseweg allemal aus. Das Feuer flackerte noch
friedlich über den Sonntag hinaus: Osterfeuer unten am
Bechtsbütteler Kiesteich.