


Hoch Jill von Südskandinavien und Tief Dieter aus dem Westen
hielten das rekordverdächtig kalte Märzwetter über die Ostertage
fest im Griff. Erst mit dem Ostersonntag als letzten Märztag
sollte sich entscheiden, ob es der kälteste März seit Beginn der
Wetteraufzeichnung 1881 oder der letzten 25 Jahre werden sollte.
Die Zeichen standen nicht auf lauen Frühlingsabend, die
Schneeflocken geboten den Sonnenstrahlen, doch eher umzukehren und
in Bechtsbüttel blieb der Boden hart und zeigte sich gefroren. Da
kamen die Kinder mit den Fackeln und zündeten das Osterfeuer an,
damit es endlich wärmer würde. Die Feuerwehr hatte auf 2 Grills
Bratwürste und Krakauer aufgeheizt, unter dem Zeltdach warteten
Glühwein, Eierpunsch und andere Getränke.
Eine große Plakatwand lud zu den Veranstaltungen anlässlich der 50
Jahre Jugendfeuerwehr in diesem Jahr ein, davor versammelte sich
die Jugend um den Feuerkorb, in dem Buchenholzscheite die Hitze
für das Stockbrot lieferten. Von allen Seiten schoben die Kids die
Stöcke mit dem Teig darüber, der lecker schmeckte, aber deshalb
leider viel zu schnell ausging.
Während andere Osterfeuer kurzfristig wegen des kalten Wetters
abgesagt worden waren, herrschte unten am Bechtsbütteler Kiessee
beste Stimmung. Als dann selbst die letzten Schnäpse ausverkauft
waren, konnte der Ortsbrandmeister eine positive Bilanz ziehen,
schließlich bringt der Erlös das nächste
Mannschaftstransportfahrzeug einen kleinen Schritt näher. Beim
Abräumen gegen Mitternacht blieb das Feuer an - was anfangs
zögerlich anging, wollte noch über eine Woche glimmen.
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